Kunstvermittlung
Vermittlung der eigenen künstlerischen Arbeit in Vorträgen, Workshops, Künstlergesprächen und Texten
Ausgangspunkt für meine Arbeit ist in den meisten Fällen ein konkreter Ort, auf den ich mit einem Projekt reagiere. Da ich die Welt und ihre Erscheinungen als etwas körperliches wahrnehme, möchte ich in der gleichen Sprache antworten: nämlich plastisch. Dabei fühle ich mich der plastischen Theorie von Joseph Beuys verbunden, durch die er soziale, prozess- und modellhafte Vorstellungen im Denken über Plastik etabliert hat.
Neben dem Ort liegen meinen Arbeiten häufig Vorstellungen zugrunde, die einfache Ganzheitserfahrungen veranschaulichen. Ein Beispiel dafür kann die Erfahrung sein, die sich einstellt, wenn der eigene Gedankenfluss zur Ruhe kommt - die Welt wird als total akustisch wahrgenommen. Dann sind nicht nur die visuellen Eindrücke aus dem beschränkten Sehfeld präsent, sondern eine weite, alle akustischen Phänomene umfassende Wahrnehmung. Deshalb ist eine Plastik für mich kein statisches Objekt, sondern ein dynamisches Feld von Zuständen, zu denen auch der akustische gehört. Mir geht es dabei um die Wahrnehmung von momentanen Zuständen in einem raumgreifenden System von sinnlichen Ereignissen zwischen denen nachvollziehbare Abhängigkeiten bestehen.
Dafür scheint mir die Form der Installation oder des Environments angemessen. Hier steht der Betrachter nicht einem Objekt gegenüber, sondern ist in eine räumliche Situation (mit oft mehreren Objekten) integriert. Zur Herstellung dieser (zum Teil kinetischen) Objekte und Installationen benutze ich oft technische Werkstoffe (Metall, Kunststoff) und elektronische Bausteine (Tonabnehmer, Verstärker, Lautsprecher, Sensoren, Steuerungen). Dabei baue ich ein naturwissenschaftlich geprägtes technisch-funktionales Verständnis von Natur gewissermaßen modellhaft nach. Viele Installationen basieren auf der Übersetzung von Bewegung und Licht in Klang oder umgekehrt von Klang in Licht und Bewegung. Bei einigen Arbeiten ist das Publikum nicht nur aufgefordert, diese Verknüpfungen spielerisch zu erkunden, sondern es gestaltet die momentane "Form" der Installation wesentlich mit. Ich bin dabei bemüht einen möglichst großen Kontrast herzustellen zwischen der technischen Konstruktion und dem (auto-) poetischen Gesamteindruck des Environments.
Lehrveranstaltungen am Institut für Kunstpädagogik
Die mediale Seite der Kunstvermittlung (SS 2004, WS 2003/2004)
Gestaltung von Einladung, Plakat und Kurzinformation
Kunst und Kontext (SS 2003)
Exemplarische Analyse mit Werken aus Frankfurter Museen für Studierende des Grundstudiums
Die Bedeutung des Materials in der Kunst des 20. Jahrhunderts(WS 2002/2003)
Ästhetische Fragestellungen zur Ablösung des substanziellen Objektes zugunsten von Wahrnehmungsprozessen
Medien der Kunstvermittlung (WS 2001/2002)
Analyse von CD-ROMs hinsichtlich ihrer Qualitäten und Merkmale als Medien der Kunstvermittlung im Vergleich mit anderen Medien
Bildpaarungen: Digital Dialog Analog (WS 2001/2002)
Erweiterung der Grundlagen Malerei um die Möglichkeiten der Digitalen Bildproduktion
Bewegung im Bild: Vom Tafelbild zur Animation (SS 2001)
Computeranimation als zeitliche Erweiterung statischer Bildkonzepte
Didaktik von Multimedia im fächerübergreifende Musik- und Kunstunterricht (WS 2000/2001)
In Zusammenarbeit mit Dr. Gunter Kreutz (Musikpädagogik) im Rahmen eines Interdisziplinären Seminars.
Bestandteil des Seminar waren drei Kompakttermine, die als Lehrerfortbildung belegt werden konnten.
Analog - Digital - Analog: Wandel zwischen den Bildwelten (SS 2000)
Erweiterung der Grundlagen Malerei um die Möglichkeiten der Digitalen Bildproduktion
Einführung in die digitale Bildproduktion (WS 1999/2000)
mit Adobe Photoshop und Macromedia Freehand
Schulprojekte
Schulprojekt (Sek. II) im Rahmen des Sommerateliers 2002 in Stadtlohn:
Erforschung von Klangqualitäten an Alltagsobjekten und Produktion einer Audio-CD
Schulprojekt (Sek. I) im Rahmen des Ausstellungsprojekts Kunst macht Schule im Saarland Museum Saarbrücken:
Erprobung einfacher Klangkörper, Untersuchung ihrer Interaktionsmöglichkeiten und der dabei entstehenden Klangqualitäten,
gemeinsame Erstellung eines einfachen und interaktiven Klangobjekts